Advent 2020 17

17. Türchen

Ein wichtiger weihnachtlicher Brauch in Ostdeutschland – vor allem im Erzgebirge – sind die Räuchermännchen. 

In die kleinen Holzfiguren können Räucherkerzen gestellt werden und schon fängt das Räuchermännchen an, an seiner Pfeife zu rauchen. Kultig.

Seelze: Heimatmuseum Seelze im Ortsteil Letter, Ausstellung im Jahr 2012/3 zum Thema „Weihnachtsland Erzgebirge“ – Klaaschwotzer auf Wikipedia – CC-BY-4.0

Die Räuchermännchen sind ein wichtiger Teil der Volkskunst im Erzgebirge. Insbesondere in der Weihnachtszeit werden sie auch außerhalb der Region aufgestellt und dürfen ein bisschen herumrauchen.

Dafür ist ein Teil der Holzfigürchen ausgehöhlt. Die Männchen können aufgedreht oder aufgeklappt werden und schon stellt man eine kleine Räucherkerze hinein. Noch schnell anbrennen und das Figürchen schließen – und schon raucht sie.

Das Räuchermännchen wurde gegen 1830 erstmals als Teil des weihnachtlichen Brauchtums erwähnt und hat sich bis heute gehalten. Sie werden in verschiedensten Formen und Farben gestaltet und halten immer eine kleine Pfeife an das Mundloch – aus dem der Rauch austreten kann.